Arbeitgeberbewertungsportale – Wie wichtig sind sie wirklich?

Kollegen freundlich, Chef umgänglich, Büro modern. Wenn sich ein ehemaliger Arbeiter so auf einem Arbeitgeberbewertungsportal äußert, dann ist ja alles bestens. Aber leider ist auf solchen Portalen nicht nur Positives zu lesen.

Es gibt auch eine Vielzahl von negativen Erfahrungsberichten und das Internet vergisst bekanntlich nie. Immer mehr Bewerber nützen die Weiten des Internets um sich über mögliche Arbeitgeber wichtige Infos einzuholen. Will man der Umfrage des Hightech-Verbands in Bitkom Glauben schenken, dann tut das bereits jeder 4. Bewerber.

Kein Wunder also, dass die Arbeitgeberbewertungsportale wie die Pilze aus der Erde schießen und es bereits eine Vielzahl von ihnen gibt. Wer auf der Suche nach einem neuen Job ist, sollte sich aber nicht zu sehr von derartigen Meinungen im Netz beeinflussen lassen. Denn die Sicht der Arbeitnehmer schwankt.

Arbeitgeberbewertungsportale – Sie leben von der guten sowie von der schlechten Kritik

Eine gute Bewertung in den diversen Portalen freut natürlich. Eine schlechte Kritik und Negativschlagzeilen sind aber kein Grund, Trübsal zu blasen. Denn es handelt sich hierbei um eine Kommunikationsplattform, bei der es gestattet ist, auf die Kritik zu reagieren. Reagiert das Unternehmen auf Lob oder Kritik, so merken die Leser umgehend, auf diesem Portal kommt es zum Austausch miteinander. Das stärkt das Image. Nicht nur vom Arbeitgeberbewertungsportal sondern auch vom hiesigen Unternehmen. So sollte das Unternehmen auf positive und negative Feedbacks im Netz reagieren.

Zeigt der Daumen nach oben, darf der passende Dank vom Unternehmen kommen.

Zeigt der Daumen nach unten, sollte das Unternehmen überlegt reagieren. Die Antwort darauf darf sich neutral gestalten. Wer dem Kritiker auf konstruktive Weise entgegnen möchte, der bedankt sich für das Feedback, zeigt aber zudem systematisch auf, dass seine Sicht auf die Dinge nicht der Realität vor Ort entspricht.

Das Unternehmen sollte nie mit juristischen Konsequenzen drohen. Denn eine Firma, die eine Drohung ausspricht, schießt sich mit dieser Vorgehensweise ein Eigentor. Darum ist es besser, die Kritik so gut es geht zu widerlegen. Passende Gegenargumente helfen dabei.

Der Auftritt auf sozialen Plattformen kann schlechte Bewertungen entkräften

Wer eine Plattform in den sozialen Medien betreibt, die sich offen, kommunikativ und aufgeschlossen zeigt, der kann sein Firmenimage wieder in das richtige Licht rücken. Es macht also durchaus Sinn eine neue Teambildung festzuhalten, bei Schulungen fotographisch zu dokumentieren und User bei Firmen Events dabei sein zu lassen. Denn das sind alles ausdrucksstarke Argumente, die den schlechten Bewertungen im Internet entgegenwirken.

Nicht die Bewertungen in Eigenregie vorantreiben

Das Bestreben eines jeden Unternehmens ist es, eine gute Bewertung über die eigene Firma auf den Arbeitgeberbewertungsportalen zu lesen. Sie fordern Mitarbeiter aus den eigenen Reihen sogar dazu auf, für sie zu posten. Solche gezwungene Maßnahmen zu setzen, ist wenig ratsam. Denn wenn plötzlich viele hochlobende Bewertungen auf einmal zu lesen sind, dann werden die Leser und User skeptisch werden. Schließlich währt die Ehrlichkeit am längsten, das gilt auch für diverse Bewertungen in den unterschiedlichen Arbeitgeberbewertungsportalen zu sagen.

Fazit: Die Arbeitgeberbewertungsportale erleben einen vermehrten Zustrom. Immer mehr Bewerber erkundigen sich vorab im Netz über die potenzielle Firma. Daher wirkt sich das Lob von Mitarbeitern immer positiv aus. Wird Kritik in den Arbeitgeberbewertungsportalen geäußert, muss das Unternehmen damit richtig umgehen. Mit den richtigen Argumenten besonnen darauf reagieren, darauf kommt es an.